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§34a GewO (Gewerbeordnung)

Der Paragraph 34a Gewerbeordnung, sowie die Bewachungsverordnung bilden die gesetzliche Grundlage dafür, gewerblich fremdes Leben oder Eigentum zu bewachen.

Je nach eingesetzter Tätigkeit ist eine Unterrichtung oder eine Sachkundeprüfung für Bewachungspersonal nach § 34a Gewerbeordnung bei einer Anstellung bei einem Sicherheitsunternehmen (Objekt- und Werkschutz), Personenschutz, diverse Wachdienste oder Veranstaltungssicherheit notwendig.

Erteilt wird die Bewachungserlaubnis durch die zuständige Gewerbebehörde, beispielsweise das Ordnungsamt.


Alarmaufschaltung

Der Sicherheitsdienst verbindet bei einer Alarmaufschaltung die Alarmanlage mit einer Notrufleitstelle, die im Falle eines Alarms über eine Nachricht informiert wird.

Um einen Fehlalarm auszuschließen, wird durch die Leitstelle telefonisch der Besitzer oder Verantwortliche unterrichtet, der den Falschalarm bestätigen kann. Dies geschieht durch ein zuvor vereinbartes Codewort.

Kann der Verantwortliche nicht erreicht werden, werden je nach Alarm und Vereinbarung, Polizei oder Feuerwehr, beziehungsweise ein Wachdienst zur Überprüfung des Objekts informiert.

Eine Alarmaufschaltung ist für unterschiedliche Arten von Alarmanlagen, wie z.B. Brandmeldeanlagen oder Einbruchmeldeanlagen möglich und kann für gewerbliche Einrichtungen sowie auch für Privathaushalte eingerichtet werden.

Ein Vorteil dieses Alarmsystems ist die schnelle Reaktionsmöglichkeit eines Sicherheitsdienstes, sodass Vorfälle immer bemerkt und entsprechende Maßnahmen ergriffen und größere Schäden verhindert werden können.


Alarmierungsarten

Alarmierungsarten werden unterschieden in:

Stiller Alarm

Beim stillen Alarm handelt es sich um eine Alarmweiterleitung durch ein Übertragungsgerät an beispielsweise den Sicherheitsdienst, Bewachungsunternehmen, Besitzer oder auch die Polizei. Dabei bleibt der Alarm unbemerkt für den Einbrecher, was dem Personenschutz dienen soll.

Dieser Alarm ist vor allem bei Banken vorzufinden.

örtliche Alarmabgabe

Hierbei handelt es sich um optische Alarme, wie z.B. Beleuchtung, und akustische Alarmmeldungen, wie z.B. Sirenen und Hupen. Das direkte Umfeld wird hierdurch informiert und gewarnt und gleichzeitig dient es zu Abschreckung des Täters.

Internalarm

Bei internen Alarmen findet keine Benachrichtigung an externe Stellen statt. Diese werden daher hauptsächlich für z.B. Probealarme genutzt.

Externalarm

Bei diesen Alarmen hingegen richtet sich die Benachrichtigung explizit an einen externen Signalgeber.

Fernalarm

Durch den Fernalarm werden Notrufleitstellen informiert. Diese sind durch eine Alarmaufschaltung mit dem Objekt verbunden.


Alarmplan

Ein Alarmplan umfasst alle Maßnahmen, die bei einer Gefährdung oder einem Schadensereignis, z.B. durch Einbruch, Überfall, Brand oder Unfall auszuführen sind. Hierbei handelt es sich um eine feste Regelung, die durch ein bestimmtes Signal initiiert wird.

Bereits geschehene Vorfälle bilden dabei die Grundlage der Regelung, die damit abhängig vom Umfang der bekannten Vorkommnisse ist.

Hierbei kann es sich sowohl um Begrenzungsmöglichkeiten von kleineren Schäden, als auch größeren Katastrophen handeln.

Alarmpläne beziehen sich häufig auf bestimmte Personengruppen. So können Pläne speziell für Mitarbeiter eines Betriebes definiert sein, aber z.B. auch nur für Justizvollzugsanstalten gelten. Bei kriminellen Delikten betrifft der Plan meist nur die betroffene Polizeidienststelle und Brandmeldungen richten sich an die Feuerwehr, beziehungsweise je nach Schwere des Brandes auch an weitere Hilfskräfte.


Außenhautüberwachung

Die Außenhautüberwachung umfasst die Überwachung aller Öffnungen eines Objekts, wie beispielsweise Fenster oder andere Zugänge. Auch Wände, Böden und Decken werden hierbei durch Maßnahmen des Außenhautschutzes bzw. Peripherieschutz gesichert.

Insgesamt sollen jegliche Schwachstellen eines Objektes eliminiert und so ein kompletter Schutz sichergestellt werden. Dazu werden verschiedene Detektionsmaßnahmen, wie z.B. Überwachungskontakte an Fenstern, aber auch Lüftungssystemen, Notausgängen, Aufzugsschächten etc. angebracht.

Bei Türen und Fenstern muss hier auch besonders auf Rahmen, Bänder, Beschläge oder auch verwendetes Glas als relevante Elemente geachtet werden.

Neben baulichen oder elektrischen Detektionssystemen können auch auf personeller Ebene Maßnahmen erfolgen, indem Personen der Zugang über Öffnungen nur zu bestimmten Zeiten erlaubt wird, bzw. diese nach Nutzung für die fachgerechte Sicherung zuständig sind.


Baustellenbewachung örtliche Alarmabgabe

Die Baustellenbewachung dient dem Diebstahl- und Vandalismusschutz, zu Zeiten, in denen nicht auf dem Gelände gearbeitet wird. Dabei geht es vor allem um die Sicherung der dort abgestellten Maschinen oder Fahrzeuge.

Als örtliche Alarmabgabe schützen optische oder auch akustische Meldungen den Bereich vor unberechtigten Zugriffen.


Beschaffungskriminalität

Die Beschaffungskriminalität fällt unter den Bereich Drogenkriminalität und umfasst alle kriminellen Handlungen zum Erwerb oder zur Finanzierung von Betäubungsmitteln.

Bei der direkten Beschaffungskriminalität ist die Droge unmittelbarer Gegenstand der Straftat, wie beispielsweise bei Einbrüchen in Apotheken oder Rezeptdiebstählen.

Indirekte Beschaffungskriminalität umfasst Vergehen, die der Betäubungsmittelfinanzierung dienen. Dies sind häufig Eigentumsdelikte wie Diebstahl, Raub oder Einbruch.


Brandmeldeanlage (BMA)

Eine Brandmeldeanlage (BMA) erhält Informationen von unterschiedlichen Brandmeldern, die durch eine integrierte Brandmeldezentrale ausgewertet werden und entsprechende Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz einleitet.

Hierzu gehört die Unterrichtung der Leitstelle über die Brandmeldung zur Alarmierung der Feuerwehr.

Zuvor wird durch einen internen Alarm ein Täuschungsversuch oder Fehlalarm ausgeschlossen.

Des Weiteren folgt ein Alarm zur Räumung des Objekts, die Öffnung von Rauchableitungseinrichtungen, das Schließen von Feuerschutzabschlüssen, sowie die Auslösung einer Löschanlage.

Brandmelder reagieren anhand verschiedener Kenngrößen, wie z.B. Temperatur oder Rauch, und werden vor allem in gefährdeten Objekten eingesetzt. Hierzu gehören Schulen, Universitäten, Firmengebäude, Flughäfen, Altenwohnheime oder Krankenhäuser.


Brandschutz

Brandschutz umfasst alle Maßnahmen, die im Vorfeld getroffen werden, um die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes zu verhindern, auch als vorbeugender Brandschutz bekannt.

Darunter fällt auch die Rettung von Menschen und Tieren, sowie wirksame Löscharbeiten, was in den Bereich abwehrender Brandschutz fällt.

Eine Vielzahl an Regelungen und Richtlinien legen z.B. Nutzung und Instanthaltung von baulichen und anlagentechnischen Brandschutzeinrichtungen und -maßnahmen fest, um dieses komplexe Thema, das viele Bereiche des täglichen Lebens betrifft, zu organisieren.


Brandwache

Die Brandwache kommt dann zum Einsatz, wenn eine erhöhte Brandgefahr besteht, die eine große Anzahl an Menschen oder bedrohen oder Sachschäden verursachen könnte.

Hierzu gehören Ereignisse, bei den Pyrotechnik zum Einsatz kommt, aber auch Volksfeste, bei denen größere Feuer organisiert werden, wie z.B. Osterfeuer. Auch nach einem Brand kann eine Brandwache zum Einsatz kommen, um das Wiederentfachen des Feuers unter Beobachtung zu haben.

Mögliche Brände können hierbei frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, um einer Brandentstehung vorzubeugen.


Dienstausweis

Der Dienstausweis ist neben der Uniform eines Sicherheitsmitarbeiters ein wichtiger Bestandteil, um Autorität zu zeigen. Er dient dazu, sich auszuweisen und eindeutig als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wahrgenommen zu werden.

Folgende Angaben muss der Dienstausweis laut Bewachungsverordnung beinhalten:

– Name/ Vorname der Wachperson

– Name sowie Adresse des Bewachungsunternehmen

– Unterschriften und ID-Nummern des Bewacherregisters des Gewerbetreibenden sowie der Wachperson


Digitale Schlüssel

Bei einem digitalen Schlüssel handelt es sich um eine elektronische Zugangskontrolle.

Das digitales Schließsystem besteht aus einem digitalen Schließzylinder und Transpondern, wodurch die Schließanlage komplett ohne einen herkömmlichen Schlüssel funktioniert. Die Öffnung erfolgt, indem der Transponder vor den Schließzylinder gehalten wird.

Dieses Schließsystem bietet höchste Sicherheit, da durch mechanische Sicherung des Zylinders die Tür auch bei Gewalteinwirkung zuverlässig geschlossen bleibt.

Den Transponder gibt es in unterschiedlichen Varianten, z.B. als ISO-Scheckkarte, aber auch das Smartphone kann als Schließmittel genutzt werden.

Außerdem können auch zeitlich eingeschränkte Zugangsberechtigungen an bestimmte Personen erteilt oder die Aufschaltung mit einer Alarmanlage eingerichtet werden.


DIN 77200 für Sicherheitsdienstleister

Die DIN 77200 ist eine Zertifizierung, mit der die Leistungsfähigkeit und Qualitätsgüte des Sicherheitsdienstes glaubhaft belegt werden kann.

Die Zertifizierung erfolgt durch Experten, die die Personalführung, Arbeitsweise und Organisation prüfen und bewerten.


Die DIN 77200 wurde 2017 vom Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) ausgearbeitet und stellt eine Überarbeitung der Din 77200:2008 dar.

Hierbei handelt es sich um eine dreiteilige Normreihe:


DIN 77200-1

Festlegung der Mindestanforderung an Planung und Leistungen des Sicherheitsdienstes.

Prüfungsrelevant sind diese Tätigkeiten in den Bereichen Personal, Organisation und Prozesse.


DIN 77200-2

Beinhaltet weitere Anforderungen an die Leistungen des Sicherungsdienstes für gesonderte Leistungsbereiche. Dazu gehören beispielsweise der öffentliche Personenverkehr und kritische Infrastrukturen, Objekte oder Veranstaltungen bei der erhöhte Sicherheitsrelevanz besteht, aber auch Einrichtungen für Migranten.


DIN 77200-3

Definition des Prüfverfahren, mit dem die Sicherheitsdienstleistungen bewertet werden.

Dies enthält Anforderungen an das Verfahren selbst, aber auch an die prüfende Stelle.


Im Vergleich zur ersetzten DIN 77200:2008 werden keine Leistungsstufen mehr beschrieben. Stattdessen wurden in der aktuellen Fassung der DIN 77200 bestimmte Anforderungen an den durch einen Sicherheitsdienstleister ausgeführten Alarmdienst, Kontrolldienst, Revierdienst, Empfangsdienst und Interventionsdienst festgelegt.

Die Erfüllung dieser Anforderungen stellt die Grundlage der Zertifizierung dar.


DIN 9001 Qualitätsmanagement

Die aktuelle DIN 9001 stammt aus dem Jahr 2015 und beinhaltet die Mindestanforderungen an das Qualitätsmanagement (QM) einer Organisation, die notwendig sind, um Produkte oder Dienstleistungen anzubieten, die sowohl den Kundenerwartungen als auch behördlichen Anforderungen genügen.

Das Qualitätsmanagement umfasst das organisatorische Umfeld, Führungsverhalten, Planung, Unterstützung, Betriebsabläufe und Leistungsbewertung.

Eine Organisation muss alle Anforderungen erfüllen und diese im QM-Handbuch aufführen, sowie durch objektive Nachweise belegen, dass sie die Anforderungen eines Audits erfüllen, damit eine Zertifizierung erfolgt.

Die Zertifizierung bezieht sich dabei auf das Unternehmen und ist nicht an ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung gebunden.


Doormen

Doormen findet man häufig als Sicherheitspersonal in hochklassigen Hotels, Clubs oder Geschäften, wobei die Anforderungen je nach Einsatzort variieren.

Die Aufgaben eines Doorman gehen weit über den reinen Einsatz als Türsteher hinaus.

Ihre Präsenz soll abschreckend auf potenzielle Täter oder Diebe wirken und so mögliche Straftaten vorbeugen.

Neben dieser Abschreckungsfunktion bilden Sie aber auch generell den ersten Kundenkontakt. Sie sind zuständig für das Begrüßen und Verabschieden, wofür sie Fähigkeiten in Kundenfreundlichkeit und Service mitbringen und als positive Repräsentation des Unternehmens fungieren.

Auch Kontrollgänge durch das Objekt fallen oft in ihr Tätigkeitsgebiet.

Wird eine Straftat begangen, ist es außerdem die Aufgabe des Doorman alle weiteren Handlungsschritte einzuleiten und auszuführen, die in diesem Zusammenhang anfallen.


Empfangsdienst

Der Empfangsdienst umfasst die erste Kontaktstelle eines potenziellen Gastes oder Kunden mit einem Unternehmen. Wie der Name es bereits ausdrückt ist eine zentrale Funktion des Empfangsdienstes das Empfangen der Personen und die damit verbundene Repräsentation des Unternehmens nach außen.

Auch der Empfang über Telefonanlagen, sowie die Koordination von Besucherströmen oder Anlieferungen fallen mittlerweile in dieses Berufsfeld.

Eine wichtige Qualifikation ist daher ein hohes Maß an Kontakt- und Sozialkompetenz, um in diesem Beruf erfolgreich zu arbeiten.

Empfangsdienste übernehmen aber auch eine Sicherungsfunktion der Objekte in denen sie eingesetzt werden und können bereits bei verdächtigen Einlass-, Zutritts- oder Lieferungskontrollen frühzeitig einschreiten.


Gefährdungsanalyse

Hierbei werden alle möglichen Gefahrenquellen und -hergänge für Personen und Objekte zusammengetragen, analysiert und entsprechende Lösungsstrategien festgehalten.

Potentielle Schadensquellen werden dabei durch den ISO/IEC- Guide 51:2014 definiert.

Um eine Gefährdungsanalyse möglichst umfassend zu gestalten, sollten ein großer Personenkreis an der Erarbeitung beteiligt sein und alle Eventualitäten darin aufgenommen werden. Darunter fallen bereits bekannte Situationen und Erfahrungswerte von vergleichbaren Gefährdungen, als auch seltene Vorkommnisse, die durch das Sicherheitsunternehmen und alle weiteren Beteiligten festgehalten werden.

Darauf aufbauend wird ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das Lösungsansätze für die zuvor gesammelten Gefahrensituationen bietet und so eine umfassende Personen- und Objektsicherheit gewährleistet. Wichtig ist dabei vor allem, dass das erarbeitete Sicherheitskonzept zum einen den größtmöglichen Anteil an Gefährdungen abdeckt, sowie bei Umsetzung auch einwandfrei funktioniert.


Gefahrenmeldeanlage (GMA)

Gefahrenmeldeanlage (GMA) ist ein Sammelbegriff für Alarmanlagen, die Gefahren eigenständig erkennen können oder auch zur Verarbeitung von Eingaben zu bestimmten Gefahren fähig sind und diese über Fernmeldetechnik melden können.

Hierzu gehören:

  • Brandmeldeanlagen (BMA)
  • Einbruchmeldeanlagen (EMA)
  • Überfallmeldeanlagen (ÜMA)
  • Sprachalarmanlagen (SAA)

Personen oder Objekte sollen dadurch zuverlässig vor Gefahren wie Feuer, Überfälle oder Einbrüche gewarnt werden.


Glasbruchmelder

Stetig wachsender Beliebtheit erfreut sich der Baustoff Glas. Dabei birgt das Material erhebliche Sicherheitslücken aufgrund seiner natürlichen Fragilität: Normales Fensterglas bietet Einbrechern den perfekten Einstieg in Wohnbauten und Häuser.

Hier kann der Glasbruchmelder zum Einsatz kommen. Sollte es zu einem Einbruch kommen, wird direkt die Polizei oder beispielsweise wir, als Ihr Sicherheitsdienst in Gießen, kontaktiert. Somit kann schlimmerer Schaden verhindert werden.

Es gibt unterschiedliche Arten von Glasbruchmeldern: Mittels akustischer Glasbruchmelder lassen sich besonders effizient große Glasfronten überwachen. Ein Geräusch, das typischerweise einen Alarm auslöst, ist das Zerbrechen von Glas. Damit nur der Glasbruch der Fensterfront einen Alarm auslöst, ist der Glasbruchmelder darauf ausgelegt, nur zu reagieren, wenn erst der Amplitudenausschlag des Einreißens der Fensterscheibe ertönt und anschließen die schwächere Amplitude des Aufpralls auf den Boden ertönt.

Erschütterungsmelder dagegen agieren bei Vibrationen und Körperschall. Die Oberfläche, auf der der Erschütterungsmelder angebracht wird, wird durch das direkte Kontaktieren der Polizei gesichert. Neben Glasoberflächen können in einem Abstand von bis zu 4 Metern auch Gipswände und Holztüren überwacht werden. Die Sensibilität des Erschütterungsmelders lässt sich entsprechend an die Umgebung anpassen.

Eine weitere Möglichkeit, Glasoberflächen zu überwachen, ist die Verwendung von Alarmglas. Hierbei wird innerhalb der Glasoberfläche eine Alarmspinne verbaut, welches aus einem Netz elektrischer Leitern besteht, welche bei Brechen des Glases unterbrochen werden. Die Folge dessen ist das Auslösen des entscheidenden Alarms.


Infrarotmelder

Ein Infrarotmelder reagiert auf Wärmeveränderung – sowohl im Innern von Gebäuden, wie auch im Außenbereich. Typischerweise senden Menschen und Tiere Wärme aus, wodurch sich Einbrüche feststellen lassen können. Bei einem Infrarotmelder handelt es sich um Bewegungsmelder, die oftmals bei Hausbesitzern zu finden sind, da sie zuverlässig Bewegung durch Wärmeabgabe wahrnehmen und vor Einbruch schützen. Mit dem Alarm lässt sich ebenfalls direkt die Polizei oder ein Sicherheitsdienst kontaktieren und auch die Beleuchtung einschalten.


Interventionsdienst

Ein Interventionsdienst organisiert und überwacht nach Vereinbarung Sicherheitsdienstleistungen und -Maßnahmen. Sollte es zu einem Alarm kommen, ist es die Polizei oder der Interventionsdienst, welcher die Lage vor Ort prüft und bei eventueller Gefahrensituation eingreift. Sollte bis dahin noch nicht die Polizei verständigt worden sein, kann das Hinzuziehen dieser oder des Rettungsdienstes und Wachdienstes zu den Aufgaben des Interventionsdienstes zählen. Der Interventionsdienst hält sich an die individuellen Absprachen.


Lichtschranke

Lichtschranken sind Alarmsysteme, welche aus einem System aus Sender und Empfänger funktionieren. Sender und Empfänger sind miteinander durch einen Lichtstrahl verbunden. Wird diese Verbindung, beispielsweise durch das Hindurchtreten durch Unbefugte, unterbrochen, wird auch das Signal des Senders zum Empfänger unterbrochen und ein Alarm wird ausgelöst. Hierbei spielt die Dauer der optischen Unterbrechung keine Rolle, weshalb auch Tiere einen Alarm auslösen könnten. Typischerweise werden Lichtschranken in Innenräumen verwendet.

Ob die Verbindung zwischen Sender und Empfänger sichtbar ist, kommt auf das Modell der Lichtschranke an. Abschreckend ist sichtbares, zumeist rotes Licht, jedoch wird auch unsichtbare Rotlichtstrahlung verwendet, um Einbrecher mit einem Alarm überraschen zu können.


Magnetkontakt

Bei einem Magnetkontakt handelt es sich um ein Überwachungsinstrument für Fenster, Türen oder Rolltoren und beweglichen Objekten. Ein Magnetkontakt hält solche geschlossen und wird bei gewaltsamen öffnen alarmiert. Es existieren zudem Magnetschlösser, welche das Öffnen verhindern und nur durch einen speziellen Schlüssel zu öffnen sind.


Mehrsensormelder

Mittels eines Mehrsensormelders lassen sich Fehlalarme vorbeugen, da diese mindestens zwei unterschiedliche Ereignisse überwachen. Oftmals reagieren Sie auf Feuer, Gase oder Wärme. Auf diese Weise werden auch die Auslöser eines Brandes entdeckt. Somit kann ein Mehrsensormelder die Aufgaben des Brand- und Kohlenmonoxidmelders in sich vereinen. Der Mehrsensormelder funktioniert auch in Kombination mit einer Einbruchmeldeanlage, welche mit Ultraschall oder Infrarot arbeitet. Der Sicherheitsgrad einer solchen Anlage ist höher als der einer einzelnen Anlage mit nur einem Sensor. Dank moderner Algorithmentechnologie ist es möglich mittels eines Mehrsensormelders Brände zu entdecken, bevor sie nicht mehr zu kontrollieren sind und werden zur Früherkennung verwendet um größerer Gefahr vorzubeugen.


Meister für Schutz und Sicherheit

Meister für Schutz und Sicherheit wird, wer die gleichnamige Ausbildung ablegt. Hierbei handelt es sich um den höchsten nicht akademischen Abschluss innerhalb der Sicherheitsbranche im deutschen Raum. Der Zuständigkeitsbereich des Meisters für Schutz und Sicherheit umfasst Ordnungs- und Sicherheitsmaßnahmen und deren Entwicklung. Ebenso entwerfen sie Sicherheitsanalysen und planen Sicherheitskonzepte und verwalten Budgets für Betriebe. Ihm obliegt hohe Verantwortung als planendes Instrument, wie auch als Berater für die durch die Sicherheitsmaßnahmen entstehenden Kosten.


Notfallmanagement

Zu den Aufgaben des Notfallmanagements gehört das Sicherstellen aller Funktionen, sodass Institutionen, Betriebe und Behörden im Falle eines Notfalls wissen, welche Handlungen sie einleiten. Ihre Ausfallsicherheit soll durch das Notfallmanagement bestmöglich gewährleistet werden. Die Präventionsmaßnahmen hierfür sind unterschiedlich und vorab zu vereinbaren und zu prüfen, um im Notfall vorbereitet zu sein. Oftmals werden Notfälle simuliert und Maßnahmen zur Betriebsaufrechterhaltung ausreichend geübt.


Objektschutz

Der Objektschutz führt die Bewachung von Gebäuden und Objekten durch und gewährleistet deren Sicherheit. Hierbei kommen gezielte Schutzmaßnahmen durch den beauftragten Sicherheitsdienst zum Einsatz. Zu solchen zählt auch das Vorbeugen durch die Installation entsprechender Alarmsysteme. Diese sollen rechtswidrige Handlungen verhindern oder direkt unterbinden. Der Objektschutz sichert nicht nur Gebäude, sondern auch Maschinen, Menschen und Gelände.


Observation

Observation bezeichnet das Überwachen von Personen und Gegenständen/Objekten. Hierbei sollen mögliche Beweismittel sichergestellt werden oder auch die allgemeine Sicherung von Sachwerten. Durch eine Observation kann der Beobachtende schnell auf Gefahren angemessen reagieren, sodass es zu keiner größeren Gefahrensituation kommen kann. Die Observation ist ein wichtiges Gebiet von Sicherheitsdienstleistern.


Parkhausüberwachung

Die Parkhausüberwachung ist ein Bestandteil der Parkhaussicherheit. Der Bedarf dieser Überwachung ist der Struktur dieser Gebäude geschuldet, da sie oftmals für versteckte Strafdelikte einladend wirken. Anders als auf der Straße ist ein Parkhaus viel weniger belaufen und daher anfälliger für beispielsweise Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigung oder gar Personenschaden.

Um diesen Gefahren entgegenzutreten, werden Sicherheitsmaßnahmen wie die Videoüberwachung eingesetzt, aber auch zusätzliche Hilfsmittel wie Sicherheitspersonal, Beleuchtung und Ausschilderung.


Restlichtverstärker

Der Restlichtverstärker ist ein oft angewandtes Verfahren für Nachtsichtgeräte. Das Licht, wie das des Mondes zum Beispiel, welches von weit ausstrahlt, wird durch ein lichtempfindsames Objektiv gebündelt. Jenes Licht wird mit Hilfe einer Bildverstärkerröhre, welcher sich im Nachtsichtgerät befindet, verstärkt, dadurch werden Menschen oder Tiere grünlich erkennbar. Nutzung finden solche Geräte oft in den Diensten der Polizei und des Militärs, aber auch Jäger, Fotografen und Sicherheitsfachleute nehmen davon Gebrauch. Ihre kleine Statur ermöglicht dem Nutzer eine einschränkungsfreie Bewegung.


Revierdienst

Der Revierdienst umfasst die Tätigkeiten eines Revierfahrers. Dieser überwacht, im Gegensatz zu Mitarbeitern, die im stationären Objektschutz arbeiten, mehrere Gebäude oder Objekte. Hierdurch sollen Zugriffe wie Einbruch, Diebstahl, Sachbeschädigung und Gefahren durch z.B. Brände verhindert werden. Revierfahrern steht meist ein Dienstfahrzeug zur Verfügung mit dem Sie die Bestreifung des Objektes wahrnehmen können.

Auch Aufschluss bzw. Verschluss gehören zu den Aufgaben eines Revierdienstes, sowie Störungsfeststellung mit anschließender Weiterleitung oder falls möglich direkter Beseitigung der Störung. Zum Einsatz kommt der Revierdienst vor allem bei gewerblichen Kunden, wo Bürokomplexe, Fabriken oder Lagerhallen überwacht werden.


Riegelkontakt

Ein Riegelkontakt oder auch Riegelschaltkontakt (RSK) ist eine elektrische Vorrichtung an Türen, die durch den Schließriegel des Türschlosses betätigt wird. Dadurch kann ausgewertet werden, ob eine Tür verriegelt ist. Dies nimmt eine zentrale Funktion bei der Einbruchmeldetechnik ein, bei der die Überprüfung auf Verriegelung aller Außentüren unumgänglich ist. Erst nach bestätigtem Verschluss aller Türen und Fenster ist eine Einschaltung der Alarmanlage überhaupt erst möglich.


Schließdienst

Der Schließdienst steht im engen Zusammenhang mit der Außenhautüberwachung eines Gebäudes. Nach einem zuvor vereinbarten Verschlussplan umfasst der Schließdienst den ordnungsgemäßen Teil- bzw. Vollverschluss eines Objektes.

Auch die Überprüfung, ob sich noch Personen im Gebäude befinden, das Licht und technische Geräte ausgeschaltet sind, fallen in dieses Aufgabenfeld.

Hierdurch wird die Sicherheit vor Einbrüchen und Diebstahl, sowie unberechtigtem Zutritt erhöht, was sich sogar in geringen Versicherungskosten für das Unternehmen widerspiegeln kann.


Sicherheitsglas

Glasscheiben werden als Sicherheitsglas bezeichnet, wenn sie bestimmte Sicherheitsmerkmale aufweisen.

Sie werden in zwei Kategorien eingeteilt:


  • Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)
    Hierbei handelt es sich um vorgespannte Scheiben, die bei mechanischer Beeinflussung in viele sehr kleine Scherben zerbrechen und so ein Verletzungsrisiko minimieren. Eingesetzt wird ESG vor allem in Fensterscheiben öffentlicher Verkehrsmittel, wie z.B. Busse oder an Haltestellen.


  • Verbund-Sicherheitsglas (VSG):
    Hierbei werden zwei oder mehr Scheiben durch Folien miteinander verklebt. Durch die Klebefolie bleibt bei mechanischer Beanspruchung die Struktur trotz Glassprung erhalten. Verwendet werden hier entweder nur vorgespannte Scheiben oder eine Kombination aus (teil-)vorgespannten Scheiben


Überfallmeldeanlage (ÜMA)

Im Vergleich zu anderen Alarmanlagen dient die Überfallmeldeanlage nicht der Verhinderung von Straftaten, sondern als Schutz in einer bereits eingetretenen Gefahrensituation.

Sie muss leicht zu betätigen sein und sollte vom Täter möglichst unbemerkt bleiben.

Eine unmittelbare Verbindung zu z.B. Sicherheitsdiensten oder der Polizei begünstigen eine schnelle Alarmierung bei einem Täter-Übergriff.

Überfallmeldeanlagen werden kaum noch separat angebracht, stattdessen sind sie in modernen Einbruchmeldeanlagen integriert.


Übersteigschutz

Der Übersteigschutz besteht aus Zaunauslegern aus Stabmatten, die in ein 45 Grad Winkel an Zaunpfosten befestigt werden, wodurch ein Überqueren des Zauns verhindert wird. Er dient folglich der Einbruchsicherung auf z.B. Betriebsgelände oder auch der Ausbruchsicherung, z.B. bei Tiergehegen.

Die Bespannung des Übersteigschutzes mit Stachdraht, stellt eine zusätzliche Sicherung dar.


Untergrabschutz

Der Untergrabschutz soll bei unbefestigtem Untergrund den unbefugten Zugriff unter einen Zaun hindurch verhindern.

Dabei handelt sich häufig um Geflechte oder Trennplatten, die als “Verlängerung” des Zauns in die Erde eingelassen werden.

Um Tiere aber auch Einbrecher davon abzuhalten, Löcher unter einen Zaun zu graben, werden diese Vorrichtungen zum Teil auch horizontal im Boden angebracht.

Der Untergrabschutz ist häufig von außen nicht sichtbar und kann auch nachträglich an einen Zaun angebracht werden.




Veranstaltungsschutz

Dem Veranstaltungsschutz liegt eine Planung zugrunde, die schon im Vorfeld von Events, wie Konzerte, Messen oder Stadtfeste, erstellt wird.

So können schon vorab Maßnahmen getroffen werden, die beispielsweise Gefahren oder unbefugten Zutritt verhindern.

Auch die Planung von Rettungswegen und die Vorbeugung von Verkehrsproblemen wird hier behandelt.

Zum vielseitigen Aufgabenfeld des Veranstaltungsschutz gehören:

  • die Parkplatzüberwachung
  • Einlasskontrollen
  • Personenschutz
  • individuelle Gästebetreuung (VIP-Einlass und Backstage-Kontrolle)


Videoüberwachung

Bei der Videoüberwachung wird Film- und Audiomaterial durch Einsatz von entsprechender Sicherheitstechnik erstellt. Es ermöglicht auch mehrere Bereiche mit geringem Personalaufwand zu überwachen, wenn Monitoring in einer Sicherheitszentrale betrieben wird.

Die Kameras haben dabei zwei Funktionen:

Zunächst sollen sie als Abschreckung für potentielle Täter dienen, nachfolgend kann das gesammelte Videomaterial bei der Identifikation von Tätern helfen.


Wachbuch

Das Wachbuch dient als Anwesenheitsnachweis und enthält außerdem Informationen zu Dienstübergaben. Vorkommnisse und Maßnahmen werden darin protokolliert und Alarmfälle dokumentiert. Im Wachbuch sind außerdem die Grundsätze zur Wachbuchführung, eine allgemeine Dienstanweisung für Sicherheitskräfte und die geltenden Unfallverhütungsvorschriften festgehalten.

Änderungen wie Radierungen oder das Entfernen von Seiten sind nachträglich nicht erlaubt, da es sich bei einem Wachbuch um eine Urkunde handelt.

Immer beliebter werden auch elektronische Wachbücher, die mehr Schutz vor Manipulation und Verlust von Einträgen bieten und sogar eine automatische Auswertung der Informationen möglich machen.


Wächterkontrollsystem (WKS)

Das Wächterkontrollsystem ist ein System zur Nachweisführung von erbrachten Leistungen. Häufig als Handy-App verwendet, kann das Sicherheitspersonal an Kontrollstellen ihre Anwesenheit einloggen.

Hierdurch bekommt man einen Überblick über die Leistung der Mitarbeiter und gleichzeitig einen Nachweis für den Kunden, ob das Sicherheitspersonal wie vereinbart anwesend war. Im Vergleich zu einer reinen Stempeluhr wird hier nicht nur die Arbeitszeit dokumentiert, sondern auch Vorkommnisse und Leistungen der Mitarbeiter erfasst. Genutzt wird dieses System vor allem bei Revierfahrern, aber auch ein Einsatz im Objekt und Werkschutz, wo Streifengänge relevant sind, ist möglich.


Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera erzeugt ein Bild auf Basis der Temperatur von Objekten und Lebewesen. Dazu wird die Temperatur der Umgebung zum Teil über mehrere Kilometer hinweg durch Infrarotstrahlung gemessen. Die Wärmeintensität formt dann das Bild, dabei gibt es zum einen die Verwendung von Graustufen, aber auch Falschfarbendarstellungen, die zu Bildern in Blau- und Orangetönen führt.

Im Gegensatz zu lichtverarbeitenden Kameras, können Wärmebildkameras auch im Dunkeln Bilder aufnehmen und sichern so die Überwachung schlecht beleuchteter Bereiche.


Zentrale

In der Zentrale eines Sicherheitsdienstes laufen alle Informationen zusammen, die zur Koordinierung der Vorgänge im Dienstalltag notwendig sind. Die Zentral-Mitarbeiter dienen als Ansprechpartner für Kunden und die eigenen Kollegen im Außendienst.

Häufig ist hier auch die Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) untergebracht. Alarm- und Warnmeldungen aus verschiedenen Überwachungssystemen treffen hier ein und werden bearbeitet, indem entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Die schnellstmögliche Hilfeleistung zur Gefahrenabwendung stellt damit eine wesentliche Funktion der NSL da und macht sie somit zum Hauptbestandteil der Alarmkette.

Die NSL muss rund um die Uhr besetzt sein. Eine Übertragung der Gefahrenmeldung an die NSL über Alarmempfangsstellen ist dann notwendig, wenn diese aus sicherungstechnisch relevanten Schutzobjekten stammt.


Zugangskontrolle

Die Zugangskontrolle wird im gewerblichen, als auch privaten Bereich angewendet und dient dazu Unbefugten den Zutritt zu Gebäuden oder Arealen zu verwehren und Berechtigte eintreten zu lassen.

Vor allem der Schutz von Daten oder Sachwerten vor Vandalismus, Spionage oder Diebstahl fällt in die Funktion der Zugangskontrolle, aber auch Besucherströme bei Veranstaltungen zu koordinieren oder Chipkarten für den Zugang ins Hotelzimmer fallen in diesen Bereich.

Auch in Privathaushalten werden Zugangskontrollsysteme immer beliebter, um sich beispielsweise vor Einbrechern zu schützen.

Die Zutrittsberechtigung kann von technischen Kontrollsystemen, aber auch durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes überprüft werden und es besteht die Möglichkeit diese zeitlich zu begrenzen.